Mein Bericht, meine Sichtweise und mein Fazit über meinen ersten Besuch der Berliner Fashion Week

Worum geht es denn überhaupt?

Um die neusten Trends und Kollektionen für den kommenden Winter 2019/2020. Designer und Labels stellen ihre Kollektionen vor. Einkäufer planen, begutachten, kalkulieren, führen Gespräche und wenn es gut läuft ordern sie für ihre Geschäfte.

Wie läuft das mit der FashionShow so ab?

Eine der Hauptlocation, in der die meisten Shows stattfinden, ist das E-Werk. Durch einen Eingangsbereich, in dem die Akkreditierung stattfindet, gelangt man in einen typischen Berliner Innenhof bzw. Parkplatz. Hinter eine Plane, überdacht und mit Gaspilzen ausgestattet befindet sich die berühmte Fotowand mit dem, in diesem Jahr grau gehaltenen Teppich. Hinein in eine Empfangshalle mit Bars und Empore steht man dort mit einem Getränk in der Hand und unterhält sich oder schaut sich die anderen Besucher an und wartet bis, wiederum in einer gegenüberliegenden Halle, die Türen geöffnet werden hinter der direkt der Laufsteg liegt. Am Einlass wird man seiner Sitzreihe zugewiesen. Auf den kleinen, engen Sitzplätzen, jede mit einer Goddiebag versehen, sitzt man, zugedeckt mit dem Wintermantel, da es keine Garderobe gibt. Luftzufächelnd, da es durch die Scheinwerfer und die hereinströmenden Menschen relativ schnell warm und stickig wird. Zwischen den Beinen jongliert man die bereits erhaltenen anderen Goddiebags, vollgestopft mit dem eigenen Schal und Handschuhen, Ersatzstrumpfhose, etwas zu Trinken und Essen. Die Luft ist durchtränkt mit dem Duft von schweren Parfüm und dem Geruch von Polyester und Schweiß. Der Blick schweift durch die Reihen. Schöne, stylische Menschen- viele ähneln sich in ihrem Äußerem- andere heben sich ab von der Masse. Es werden Fotos und Videos gemacht und gepostet. Ein Gong und eine Stimme ertönt, dass die Show nun losgeht und man Platz nehmen soll.

Das Licht wird gedimmt, Scheinwerfer strahlen grell den Laufsteg an und die Bässe der Musik dröhnen durch die Halle. Das erste Modell erscheint und alle reißen ihre Handys in die Höhe. Ich sehe nur noch Hände mit Handys und verfolge auf dem Display meines Vordermanns die Show. Ich habe nicht ein paar Schuhe oder Unterkörper während der Show sehen können. Nach exakt 14 Minuten ist die Show gelaufen, alle springen wie von Sinnen auf und drängeln durch die Ausgangstür.

Es wird sich lautstark voneinander verabschiedet, begrüßt, gekreischt und gepost. Ein Rückstau bildet sich auf dem grauen Teppich mit der Fotowand, weil nun alle doch irgendwie noch schnell ein Foto machen möchten von sich. Auf dem Innenhof haben sich TV Kameras aufgebaut und es werden Interviews geführt. Eine Bloggerin dreht eine Videosequenz. Die restliche Zuschauermenge verteilt sich in alle Himmelsrichtungen, manche rufen sich noch zu, dass man sich ja sicherlich bei XY im Showroom oder auf YZ Sideevent noch wiedertrifft.

Ich laufe schnell zu einem der Shuttlebusse, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Mercedes Benz. In dem Bus sitzt schon ein Fahrgast, ich setzte mich zu ihr auf die Hinter Bank. Der Fahrer, meine Mitfahrerin und ich kommen ins Plaudern. Nach einer kurzen Wartezeit, in der sich kein Mitfahrer mehr einfindet, starten wir mit der Fahrt zum Messegelände.

Die Panorama Messe

Dank der Panorama- App konnte ich mich schon im Voraus akkreditieren und mir einen Plan von den Ausstellern machen. Kein langes Anstehen und Karten kontrollieren, App vorhalten und schon war ich mitten im Geschehen. In mehreren Hallen, nach Stil aufgeteilt, haben sich die unterschiedlichsten Labels repräsentiert. Die Eingangshalle bot Accessoires für den Mann. Hüte, Gürtel, Handschuhe, Schmuck und Mützen. Aber auch Jeans, Lederjacken, derbe Boots und Shirts, für den Großstadt Cowboy und Motorrad Liebhaber.

In den nächsten Hallen fand ich die neusten Trends und Kollektionen von bekannten aber auch unbekannten Labels und Marken.

Es gab noch eine Halle mit Urban, Urbanclassic, Streetstyle für die Herren sowie die Hallen für die Ladys. An den Ständen hingen an Kleiderstangen Ausstellungsstücke, Taschen, Accessoires wie Sonnenbrillen, Tücher, Handyaccesoirs, über Lashes zu den neusten Schuhtrends.

Da es sich um keine Endverbraucherausstellung handelt, konnte man keine Kleidung etc. kaufen. Es wird geschaut, gefühlt, angehalten und wirklich nach neusten Trends geschaut. Ich fand das sehr entspannend, da man sicherlich viel, viel Geld spart!

Auf Grund der geringen Zeit die mir leider nur noch zur Verfügung stand, habe ich es nicht mehr in alle Messehallen geschafft.

Die Hallen mit Fachspezifischen Softwareangeboten, für z.B. Lagerhalterung, Personalerfassung und Kassensystem habe ich von vornherein ausgeklammert.

Erwähnenswert ist noch, die extra Ausstellungsfläche für Nachhaltigkeit, Umweltbewusste Herstellung und Vermarktung. Ein großes Feld und ein guter Schritt in die richtige Richtung- mit ganz viel Potenzial nach oben hin!!!

Was sind denn nun die Trends für den Herbst/Winter 2019/2020?

Hierzu muss man wissen, wie und wann Trends entstehen. Trends entstehen auf der Straße, im Cafè oder im Club- orientieren sich an SocialMedia. Der Trend von morgen ist heute auf der Straße durch Individualität und einem Sinn für Mode entstanden.

Die Kollektionen der Labels und Marken bieten nun einer breiten Masse diese bestimmten Trends an.

Prints:

Animalprint, hauptsächlich in Form von Leoprint und Snakeprint bleiben im Trend! Allerdings kommen sie nicht nur in der klassischen Färbung sondern auf knalligen Stoffen gedruckt daher. Kreischgrün und Tomatenrot dominieren.

Farben:

Ockergelb, Senfgelb, Sonnengelb oder Zitroniges Gelb, kombiniert mit klassischem Schwarz.

Es wird Colourblocking extrem betrieben- Farbe auf Farbe! Grün auf Rot, dazu Violet und Königsblau.

Schwarz, die komplette Palette der Brauntöne sowie orange, bordeauxrot.

Pastellige Töne sowie rot und Dunkel- Tannengrün habe ich nicht viel wahrgenommen.

Es glitzert- in Form von Pailetten und Lycrastoffen.

Blumen in großen Prints

Der cleane, grade Schnitt wie auch Farben bleiben bestehen- d.h. Ton in Ton.

Schnitte und Formen:

Weite Hosen, Blusen, Maxiröcke, Rollkragenpullover, Layering, Strickpullover, kastige Pullover, A-Förmig, Etuikleider, klassische Blusen, Jumpsuits und Latzhosen und Röcke, Ballonröcke, der Zweiteilige Hosenanzug, zweireihige Jackets mit Manschettenknöpfen, Schulterpolster

Materiallien:

Grobstrick, Satin, Seide, Stoffhosen, Maxiröcke aus Chiffon und ganz viel Plissee, Jeans in grader Form und ohne Waschung

 

Mein Dank und mein Fazit:

Auf jeden Fall ist die Fashionweek ein Besuch wert. Um die neuesten Trends zu entdecken, schöne, stylische Menschen zu sehen! Den „Modezirkus“ ein wenig hautnah mitzubekommen, zu staunen und sich auch ,des Öfteren, zu wundern.

Tolle Leute kennenzulernen, unkompliziert ins Gespräch zu kommen. Sich mit der einen oder anderen Instabekanntschaft zu verabreden und eine schöne Zeit miteinander zu verbringen.

Sich treiben lassen in dem bunten Spektakel, großartige Arbeiten der Designer feiern und auf den Messen in den Kollektionen stöbern.

Ich komme auf jeden Fall wieder!

Ich danke Tanja Marfo @kurvenrausch dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, für sie nach Berlin zu fahren und für sie zu berichten.

Eure

Text von: Marita I Moi-plus-belle

Fotoreportage

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