Am vergangenen Sonntag hatten wir uns verabredet, um nach einigen Jahren der Pause, wieder einmal die Infa-Messe in Hannover zu besuchen.

Die Infa hatte früher den Beinamen „Hausfrauen-Messe“, in den vergangenen Jahren sei sie aber davon weggekommen, unter anderem durch die Neugestaltung der Werbung und konnte somit ihr Image aufpolieren.

Wir schauten uns den Hallenplan an und waren uns sofort einig, dass wir sicherlich in der Halle mit der Überschrift: Beauty & Style so einige Highlights und Neuigkeiten für uns entdecken würden.
Unser Weg führte uns zuerst durch die Infa- Kreativ- Halle, wo aufgrund des hohen Andrangs, kaum ein Durchkommen möglich war! Dicht gedrängt wurde an den Ständen: Stoffe, Knöpfe, Perlen und Schmucksteinchen wurden in tausenden verschiedenen Varianten vorgestellt und angeboten. Alles was das DIY- Herz begehrt.
Endlich angekommen in der von uns favorisierten Halle, begaben wir uns auf die Trend- Suche. Nach einem groben Überblick, stellten wir relativ schnell fest, dass die angebotene Kleidung, sich augenscheinlich in Farbgebung, Schnitt und Auswahl, kaum voneinander unterschied.

An den unterschiedlichsten Ständen fanden wir hauptsächlich Strick, vor allem der angesagte Grobstrick, aber auch aus flauschige Ziegenflaumwolle, wurde viel präsentiert. Alle erdenklichen rosa Töne, genauso wie mehrere Grauabstufungen, sowie beige und cognac, durften dieses Jahr, in Form von Cardigans, Pullovern, Strickkleidern und Schals, keines Falls auf den Kleiderstangen fehlen.

Eine Auswahl an farblich passenden Blusen und Schaltüchern, sowie Fellimitatwesten, rundeten das Angebot der Beauty& Style Halle ab.

Daunenjacken, Pullover mit Applikationen, Jeans mit Strass- Perlen, Strickmützen mit Fellbommeln und riesige Tücher mit Sternenmuster, kannten wir bereits schon aus der vorherigen Herbst/Wintersaison und teilweise hängen diese trendigen Teile bereits in unseren Kleiderschränken, in der Hoffnung, dass wir sie dieses Jahr wieder tragen würden.

Wir gaben die Hoffnung nicht auf, vielleicht doch noch etwas Spezielles, Neues und Unerwartetes für uns zu entdecken.

Vorbei an Ständen mit Lederjacken aus den vergangenen Jahren und Handtaschenverkäuferinnen, die uns ihre Ware anpriesen, kam eher eine Marktatmosphäre auf, bei der die Händler uns unbedingt ihre Ware verkaufen wollen, um mit leeren Kartons nach Hause zu fahren. Es stellte sich bei uns nicht das Gefühl ein, dass wir noch überrascht werden könnten. Zwischen all den sich ähnelnden Ständen, entdeckten wir tatsächlich ein junges und neues T-Shirt Label, bei dem unser Herz sofort aufging und bereit war für etwas Neues, Frisches und etwas, was wir noch nie zuvor gehört, gesehen oder angefasst haben.

Das Label „wjild“ ist aus der Überzeugung entstanden, dass es möglich ist, fair, nachhaltig und lokal ein bezahlbares T-Shirt herzustellen. Diese T-Shirts werden aus 67% Holz und 33% Biobaumwolle hergestellt. Die T-Shirts fühlen sich seidig-weich an, was man auf dem ersten Blick gar nicht vermuten mag, wenn man hört, dass sie aus Holz hergestellt werden. Dadurch soll ein super leichtes und angenehmes Tragegefühl entstehen. Sie haben eine kühlende, Temperatur ausgleichende Funktion, gleichen also einem Funktionsshirt, nur in besserer Qualität. Der Unterschied hierzu ist aber sicherlich, dass sie eine antibakterielle Wirkung haben, also keine Geruchsbildung entstehen soll. Positiv hinzukommt, dass sie extrem langlebig sind, aus nachhaltigen Materialen, fair hergestellt werden. In unterschiedlichen, gedeckten Farben, wie blau, khaki, grau, kupfer, schwarz und beige, in schlichten Mustern oder ohne Applikationen, Kindergröße bis XL werden die Shirts online vertrieben.

Unser Rundgang führte uns anschließend noch in die Messehallen mit der Überschrift „Wohnen & Ambiente“. Schon beim Betreten der Halle atmeten wir tief aus, denn hier war es längst nicht so voll, laut und stickig wie in den anderen Hallen. Die Halle war mit dunkelblauen Teppich ausgelegt und es war eine ruhige, gedämpfte Atmosphäre zu spüren. Es waren einzelne Interieur Showrooms aufgebaut, harmonisch ausgeleuchtet und toll präsentiert.

Hier konnten wir uns von den neusten Trends im Interieur Bereich treiben lassen, zumindest bis zum ersten schönen Sofa, an dem wir ein kleines spontanes Päuschen einlegten, um die Umgebung auf uns wirken zu lassen.

Ein Big Sofa in grau, vor einer petrolfarbenden Wand mit einem Glastisch davor, schwarz-weiß Bilder in silbernen, schlichten Bilderrahmen, oder eine Chaiselongue mit dem Namen „Chanel“ aus mintfarbenen Samt, mit wunderschön bedruckten Seidenkissen, trafen genau unseren Geschmack.

Wir schlenderten vorbei an Weihnachtsdekorationen, Lampen- und Teppichausstellern, Kunst- und Designobjekten und kamen in einen kleinen, aber feinen Bereich der Halle, wo wir noch einen kleinen, sehr besonderen Stand entdeckten. Wunderschöne Spitzenkleider, Tuniken, Satinkimonos, Felljäckchen und blumenbestickte Blusen, trösteten uns ein wenig über den Einheitslook der vorangegangenen Eindrücke im Modebereich der Infa hinweg.

Somit machten wir uns aus einem anfangs eher stressigen Rundgang ein tolles entspanntes und ruhiges Ende. Denn das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss, nicht wahr?

Unser Fazit für den erlebnisreichen Tag bei der Infa ist:

Wer gerne bastelt, näht, kocht oder backt, die neusten Errungenschaften für den Haushalt und Living sucht und dabei gerne noch etwas leckeres aus aller Welt probieren möchte, ist auf der Infa auf jeden Fall bestens aufgehoben. Wer allerdings die neusten, modischen Trends zu guten Preisen und Topqualität sucht, wird hier leider enttäuscht. Ebenso vermissten wir ein Angebot für den modischen Mann, außer Accessoires wie Gürtel, Schmuck, Uhren und Portemonnaies gab es nicht einen einzigen Stand der auf den männlichen Besucher einging.

Ein guter Mix aus qualitativer, bezahlbarer Mode mit vielleicht auch mal etwas ausgefalleneren Designern und gerade auch Jungdesignern aus nahegelegenen Modefachschulen in Hannover, würde der Infa sicherlich gut tun!

Eure

GGsisters

Text von: Elina | Marita

Fotoreportage

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