Vergangenes Wochenende war es wieder soweit und die Abschlussabsolventen der M3 Modeschule Hannover haben ihre Kollektionen vorgestellt. Für die, die unseren Blog bereits länger lesen, gibt es hier als kleine Review die Beiträge von letzten und vorletzten Jahr. M3 / 2016 & M3 / 2017

Da uns sehr daran gelegen ist, den Modestandort Hannover bekannter zu machen, stellen wir Euch nochmals kurz die M3 Modeschule vor.

Die Schule:

Es handelt sich um eine Privatschule in der der Abschluss des Maßschneiders erlangt werden kann, sowie des Modedesigners. Erlernt werden in 3 ½ Jahren Zeichnen, Materialkunde, Schnitttechniken, Zuschnitt, Maßfertigung, Entwerfen, Designen, Nähen, Sticken, Häkeln, …, alles was das Handwerk braucht.

Im Abschluss wird die eigene erste Kollektion in einer Show, dem Publikum, Familie und Freunden vorgestellt.

Die Kollektionen:

Insgesamt wurden 12 Abschlusskollektionen vorgestellt, aus denen wir ein paar herausgesucht haben um sie Euch vorzustellen:

„Cronomento“- Anna-Sophia Burghardt

Businessmode für den konservativen Geschäftsmann. Eine Herrenkollektion mit dunklen Anzügen, sowie Sakkos und Herrenhosen. In klassischen Farben und Schnitten, sehr cool präsentiert von männlichen Models.

„Plus qu`Arabesque“- Ulla Büttner

Eine Resort- Sportkollektion mit hautengen, superkurzen Hosen und engen Stretch Oberteilen bei den Frauen, Bermudas und Shirts für die Herren. Es soll viel Bewegungsfreiraum entstehen und sich der zu ausführenden Sportart anpassen. Präsentiert wurde die Kollektion mit dem passenden Sportgerät wie z.B. einem Ball oder Korbballlkäscher.

„Konnex“- Lisa-Jasmin Tomm / „Floriana“- Arnika Thiel

Diese zwei Kollektionen ähnelten sich, in der Farbgebung und den Materialien. Weite Hosen, schwingende, weite, bodenlange Kleider, Chiffonröcke. Alles sehr zart und transparent, Elfenhaft von dünnen Models mit Alabasterhaut, präsentiert. Die Kleider und Hosen waren alle aus tannengrünem Stoffen, in Kombination mit Weiß.

„Freiraum“- Severin Gottlöber

Diese Kollektion war aus Leinenstoff ganz in Beige und Wollweiß gehalten. Bermudas, weite Hemden, Trägerkleider, Culottes, weite Hosen und gerade Schnitte prägten dieses Bild.

„Yokei“- Tamsyn Ragotzki

Eine außergewöhnliche Interpretation war die, für den japanischen Markt entworfene, Streetwear Kollektion. Models im Mangastyle, mit Masken und japanischen Holzschuhen präsentierten die Kollektion. Puppenköpfe und große Glupschaugen waren auf zarten Kleidchen und Kimonos genäht.

„Vrieda“- Verena Staiger

Diese Kollektion ist geprägt von zeitlosen Basics in den Farben Terrakotta, Wiesengrün und Beigetönen. Papageienstickerein zierten die Sweatshirts und Blumenkränze an den Models verzauberten das Publikum. Ein Hauch von Folklore und Romatik wehte über den Laufsteg. Auch hier waren die Schnitte wieder weit.

„Null“- Johanna Harrweg

Diese Kollektion wollte Aufmerksam auf die Verschwendungswut der heutigen Gesellschaft machen. Sie verursacht durch ihre Schnittführung so wenig Stoffreste, die in ein Marmeladenglas passen. Es war eher eine klassische Kollektion in dunkelblau, weiß, grau gehalten. Kostüme, Bleistiftröcke, grade Schnitte und Formen.

 „Altan Namar“- Ameli Ziegler

An die weiten Steppen der Mongolei erinnerte diese Kollektion. In Ockergelb, wie die Erde der Steppe und als Kontrast, Himmelblau- wie der Himmel über der Mongolei, erstrahlte diese Kollektion. Weite Glockenröcke, Tops, Shirts, Bermudas und Culottes mit Fransen und Tierprints versehene Jacken.

Absolut positiv zu bewerten ist, bei allen 12 Kollektionen, der Umweltaspekt! Es wird auf Nachhaltigkeit, den Umweltschutz geachtet und geschult.

Vermisst habe ich etwas die großen Roben, mehr Tüll und Taft, Chiffon aber auch Wolle und Jeans. Es gibt so viel, was man aus den unterschiedlichen Materialien herstellen kann.

Hinzu kam, dass die Räumlichkeiten nicht optimal sind für so großartige Arbeiten. Das Ambiente ist zu schlicht und zu dunkel. Einzig die aufgehängten Bilder von dem Hannoveraner Expressionisten David Tollermann haben etwas pepp ins Ganze gebracht. Ebenso die Gesangsdarbietungen zu Beginn der Show.

Die Schüler haben ein schöneres, glamouröses Ambiente verdient. Die Schüler organisieren das komplette Event selbst, das Führen der Kasse, die Gästeliste, die Platzzuweisung und den Getränkeverkauf. Es fand keine Moderation statt oder gar eine Vorstellung und Begrüßung durch die Schulleitung. Das fand ich persönlich sehr Schade, da ja sicherlich auch Interessenten und evtl. Neu-Absolventen im Publikum saßen.

Ich würde den zukünftigen Absolventen einen längeren Catwalk, evtl. in weiß wünschen und mehr Licht.

Die Werbung für die Shows war wirklich hervorragend, überall in der Stadt hingen Plakate. Die Betreuung durch die Schüler war herzallerliebst und wir wünschen ihnen nun viel Erfolg mit ihrem neuerworbenen Abschluss!

Eure

GGsisters

Text von: Marita | Helene Galwas

Fotoreportage

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare