Gestern war es endlich wieder soweit! Wir waren eingeladen zu der diesjährigen M3- Werkschau in Hannover. 15 Absolventinnen mit rund 100 Models präsentierten Hannovers Modeliebhabern, Familienmitgliedern und dem M3 Team ihre Abschlusskollektionen.

Bis zur Modenschau gestern, war es ein langer Weg. Denn ein ganzes Semester lang wurde entworfen, geschneidert, geplant, organisiert und letztendlich auf dem Laufsteg umgesetzt. Durch mehrere Passformkontrollen, bei denen Schnitte, Stoffe und Skizzen im Allgemeinen besprochen wurden, hatte man die Möglichkeit die Entwicklung der Diplomarbeit jedes einzelnen Designers zu kontrollieren.
Das Thema der Kollektion durften sich die Absolventinnen frei auswählen. Angefangen bei DOB, Abendmode, Streetstyle, Sportwear, war von allem etwas dabei.
Dieses Jahr waren sehr viele afrikanische Motive auf dem Laufsteg zu sehen, passend dazu, auch viele, wunderschöne dunkelhäutige Models. Viele der Absolventinnen, entschieden sich bei der Wahl ihres Themas für ihre eigene Kultur und dessen ethnische Hintergründe, die sie in ihren Kleiderstücken verwirklichten.
Aus den 15 präsentierten Kollektionen, haben wir uns zwei Favoritinnen ausgesucht, mit denen wir uns nach der Show unterhalten haben.

Yeliz Gülen mit ihrer Kollektion „Kutsal“, erzählte uns, dass ihre Designs Einflüsse aus kulturellen Trachten der türkischen und indischen Kultur haben, da sie selbst aus der Türkei kommt. Als sie ihr Konzept der Kollektion zusammenstellte, suchte sie nach einem Pendant zwischen beiden Kulturen und stieß dabei auf den Henna Abend. Somit entstanden lange Kleider, verziert mit Pailletten, Spitze und zarten Farbkombinationen. Yeliz möchte sich nach ihrem Abschluss im Februar zunächst nicht unbedingt auf die Modebranche festlegen, sondern viele verschiedene Bereiche ausprobieren, wie beispielsweise Auto Indesign, um sich später auf einem ihrer Wunschbereiche selbständig zu machen.

Die zweite Kollektion die uns super gefallen hat ist von Nathalie Schramm, die sie als „oMo“ betitelt hat. Sie überzeugte uns durch ausgefallene, experimentelle avantgardistische Konfektion, inspiriert durch die indigenen Völker des Omo- Tals in Südäthiopien. Kleider der Natur, mit Körperbemalungen, Skarifizierungen und Körperschmuck, hat sie versucht weitgehend einzubringen. Nathalie erzählte uns, dass ihr erster Gedanke an die Kollektion sich darin äußerte,  dass es zu wenig dunkelhäutige Models auf dem Laufsteg gibt. Im Laufe ihres Gedankenganges rund um ihre Kollektion, entschied sie sich, den afrikanischen Flair miteinzubringen. Nach ihrem Abschluss, möchte Nathalie zurück in ihre Heimatstadt Berlin ziehen und Kleider für das Theater entwerfen und zusätzlich noch den Gewandmeister machen, da sie gerne avantgardistische Kleidung schneidert, die auf der großen Bühne präsentiert werden sollen.

Wie auch die Jahre zuvor, sind wir sehr begeistert von den Ideen der Studentinnen und der Geschichte ihrer Ausführungen. Jede von ihnen hat eine genaue Vorstellung, wohin es sie in Zukunft treiben soll und was sie durch ihre Kollektionen erreichen wollen.

Schon jetzt freuen wir uns auf das kommende Jahr und halten diesen Moment in einem kurzen Video auf Facebook für euch fest.

 

Eure

GGsisters

Fotoreportage

1 Kommentar

  1. Hallo ihr Lieben! ich folge euch bei Insta und habe nun bei Ihrer Seite vorbei geschaut. Ein großes Kompliment für die gesamte Darstellung und auch für die tollen Inhalte. Die Kollektion aus der Modeschau gefällt mir sehr gut. Es ist sehr inspirativ. Liebe Grüße aus Luzern, Martina

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